Freitag, 26. November 2010

Un-Tipps in der Zeitung

Neulich habe ich in unserer Tageszeitung dieses Glanzstück gefunden:

passworttest.jpg

Den ersten beiden Sätzen kann ich noch uneingeschränkt zustimmen.
Aber wie dann der Redakteur auf die Idee kommt, seine Leser auf eine noch nichteinmal SSL-verschlüsselte Webseite zu schicken, um dort die Passworte auf Sicherheit überprüfen zu lassen?!?

Vielleicht steckt dahinter direkt der Versuch, eine dicke Rainbow-Table zu bauen.

Und selbst wenn man den Seitenmachern keine Böswilligkeit unterstellt, werden die Passworte doch unverschlüsselt durchs Netz übertragen, was die ursprüngliche Idee ad absurdum führt. Ganz abgesehen davon, dass das eingegebene Passwort sowohl im Eingabefeld als auch auf der Auswertungsseite dick und fett im Klartext erscheint (natürlich auch http ohne s).

Da kann man wirklich von Glück sprechen, dass der Link, so wie er abgedruckt ist, nicht funktioniert…

:-)

Freitag, 29. Oktober 2010

Sackramich

Schau ich doch grad in meinem RSS-Reader nach dem heutigen National Geographics Photo Of The Day.

WAAAAHNSINN!

Und in groß sieht das nochmal besser aus!

Und man kann es sich auf der Webseite sogar in 1600×1200 runterladen und als Wallpaper verwenden!

Ich zumindest wusste noch nicht, dass Vulkanausbrüche auch zu Blitzen führen können; das ganze schimpft sich dann anscheinend “Dirty Thunderstorm”.

Link zum großen Bild: http://photography.nationalgeographic.com/photography/photo-of-the-day/eyjafjallajokull-volcano-lightning-iceland

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Für Stinker

Wenn man beim Einräumen einer Spülmaschine nicht aufpasst und irgendwelche Plastikteile beim Spülen runterfallen können, kommt es vor, dass diese Plastikteile an den Heizstab geraten und damit verbacken.

Wie kriegt man sowas wieder weg?

Auf die Schnelle erstmal gar nicht. Was bei manchen Maschinen offenbar funktioniert, nämlich ein Leer-Spülgang mit der höchstmöglichen Temperatur, hat bei uns nicht geholfen.

Auch geht es in den Internetforen zum Thema fast zu wie bei S21, wenn es um die Frage geht, ob man nun mit einem Messer oder Stahlwolle an den Heizstab dran darf oder nicht.

Ein hingegen (im wahrsten Wortsinne) heißer Tipp, der bei mir funktioniert hat, ist, das angeschmurgelte Plastik mit einem Föhn (besser noch: Heißluftföhn) warm zu machen und mit einem Holzspachtel das Zeugs runterzukratzen.

Leider ist das eine ziemlich unangenehme Arbeit (mit dem Kopf, einem Föhn und einer Taschenlampe im Innern einer stinkenden Maschine) und man kommt damit auch nicht in alle Ecken, sodass uns der Geruch von Abenteuer und Freiheit - ähm, sorry - von zu heiß gewordenem Kunststoff noch eine Weile begleiten wird — aber irgendwann ist das auch wieder gut, wenn die letzten Reste weggekokelt sind.

Sonntag, 17. Oktober 2010

Apfel-Exmännchen

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Der Namensgeber der Mandelbrot-Menge, Benoît Mandelbrot, ist in hohem Alter von 85 an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben:

Ich weiß noch, wie ich vor gut 20 Jahren meinen C128 nächtelang habe durchrechnen lassen — um mich jeweils am nächsten Tag darüber zu ärgern, dass ich falsche Koordinaten oder einen falschen Zoom eingegeben hatte und deshalb nur eine homogene Farbfläche bekam…

Und ich gestehe, dass ich bei Fraktalen immer noch nicht ganz durchblicke; aber immerhin weiß ich, dass die besagte Mandelbrotmenge das ist, was oben im Bild schwarz dargestellt ist.

(Das Bild ist aus der Wikipedia, die heute — wenn meine Besucher mitmachen — eine ganze Latte Hits von meiner Domain kriegt…)

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Nachtlicht

Heute mal ein Beitrag aus Belgien.
Genauer gesagt, aus Ieper.

Ich bin ja echt nicht so der Geschichts-Freak, dafür aber Pazifist.
Deshalb hat mich mein erster Aufenthalt hier schon etwas kalt erwischt, denn Ieper ist im Prinzip ein einziges großes Kriegsmahnmal.
Hunderttausende Soldaten aus aller Herren Länder sind hier in den beiden Weltkriegen umgekommen, laut den allgegenwärtigen Prospekten wurde die Stadt komplett geschleift und nach dem ersten Weltkrieg wieder neu (!) aufgebaut(!). Insofern sind die Gebäude auf meinen zwei Fotos hier nicht wirklich so alt, wie sie aussehen:

ieper_lakenhal.jpg

Das hier ist das so genannte Gewandhaus oder auch Tuchhalle. Früher wurden dort (wer hätt’s gedacht?) Tücher gehandelt, was Ieper relativ reich gemacht hat. Das Gebäude ist wirklich RIESIG, wie man auch in Google-Maps gut sehen kann.
Heute werden darin freilich keine Textilien mehr gedealt, vielmehr ist nun das “In Flanders Fields Museum” drin (dessen Webseite leider komplett Flash-verseucht ist).


ieper_sint_maartenskerk.jpg

Und hier ein Foto von der Ost-Ecke der Sankt-Martinskirche, die sich nördlich vom Gewandhaus befindet.
Die Beleuchtung der Gebäude ist wirklich beeindruckend!

In Ieper gibt es auch eine für unwissende Besucher recht befremdliche Sitte: Seit 1928 wird jeden Abend um 20:00 Uhr am Menentor der Zapfenstreich geblasen. Jeden Abend. Und es gibt sogar eine eigene Webseite dazu. Wenn man sich das Menentor zum ersten Mal anschaut, meint man, die Erbauer hätten die Steine nicht richtig behauen. Beim Näherkommen merkt man, dass die Wände mit eingemeißelten Namen bedeckt sind. Von über 50000 gefallenen Soldaten. Breathtaking, würde der Brite sagen.

Ich habe freilich noch einige Fotos mehr gemacht, aber mein Viewty macht nachts nur ungern scharfe Bilder…

Zum Abschluss noch ein Futtertipp für alle, die auch mal hier hinkommen: In T’Kleinstadhuis. Direkt am großen Markt gelegen. Nicht sonderlich exquisit, was die Deko angeht (es gibt also nur ein Besteck und ein Glas auf dem Tisch), dafür aber günstig und superlecker.

Donnerstag, 30. September 2010

Wasserhahn und Propellerbanane

Hier zeige ich den allerersten Einhebel-Mischer, der mir in England über den Weg gelaufen ist:

erster_einarmmischer.jpg

Und auch sonst scheint mein Hotel der englischen Zeit um gut 20 Jahre voraus zu sein, denn das Fenster ist schon doppelt verglast und aus Kunststoff.
Da passt gut dazu, dass bei der Anreise im obligatorischen Heftchen der Airline stand, dass das allererste Passivhaus in England erst kürzlich im August 2010 aufgerichtet wurde — von einer deutschen Firma…

Nachfolgende Bilder zeigen dasselbe Motiv, nämlich den rechten Propeller einer Bombardier Dash 8 - Q400.
Und sie zeigen sehr deutlich, dass mein Viewty seinen Sensorchip zeilenweise nacheinander ausliest. In alle billigen Consumergeräte wandert nämlich üblicherweise ein günstiger Rolling-Shutter-Sensor.

rolling_shutter_propeller1.jpg

Wenigstens löst sich das Teil im Querformat nicht so auf, wie im Hochformat…

rolling_shutter_propeller2.jpg

Sonntag, 26. September 2010

Sprache als Mittel zur Verwirrung

Die FAZ hat heute ein Interview mit Guy Deutscher parat.
Darin beschreibt der Linguist, wie unterschiedlich verschiedene Sprachen dasselbe ausdrücken können beziehungsweise wie unmöglich es zuweilen ist, Sachen zu übersetzen.
Besonders interessant fand ich, dass die Guugu Yimithirr in Australien kein rechts, links, vorne und hinten kennen sondern dass sie über eine Art eingebauten Kompass stets über die Angabe von Himmelsrichtungen kommunizieren. Dass also ihre Art, Richtungen anzugeben, statt egozentrisch geozentrisch ist.

Kann dann aber auch wohl zu Problemen führen: “Dein nördlicher Schuhbändel ist auf…”

Schon Ende August gab es einen ähnlich gelagerten aber deutlich längeren Artikel von Guy Deutscher in der New York Times, in dem er die These aufstellt, dass die Sprache und die Art zu denken zusammenhängen.

Recht interessant, das alles, und macht mich neugierig auf das Buch.

Montag, 13. September 2010

Häbbi Börschdei!

angeblich hat Pippi heute ihren 65. Sieht man ihr gar nicht an …

Dienstag, 13. Juli 2010

Schon wieder Geburtstag verpennt

… nämlich den Geburtstag meines Blogs … denn vor etwas mehr als zwei Jahren hatte ich mich schließlich für Flatpress entschieden.

Sonntag, 13. Juni 2010

Der Nussapfelberg.

Nachdem eine Websuche nach “Nussapfelberg” vor diesem Artikel ausschließlich Treffer in meinem Blog brachte, dachte ich, es würde die Welt auf jeden Fall besser machen, wenn mehr Menschen wüssten, was eigentlich so ein Nussapfelberg ist.

commons_haferflocken.jpg

Zutaten

Angegeben sind die Mengen, die für einen Papa und zwei Kinder im Alter von 4 und 3 Jahren reichen. Natürlich darf beliebig extrapoliert und auch modifiziert werden; die Angaben unten führen zu einem Ergebnis, welches weitestgehend dem entspricht, was mir meine Oma (Gott hab sie selig!) gelegentlich vorgesetzt hat, als ich noch klein war.

  • 1 Esslöffel Butter
  • 10 Esslöffel Haferflocken (grob oder fein; ich mag die groben lieber)
  • 5 Esslöffel Zucker (auch Rohrohrzucker geeignet sich wunderbar)
  • Apfelmus

Mehr Butter heißt noch mehr Geschmack, allerdings auf Kosten der Kalorientabelle.

Zubereitung

Der Butter (YESSS! wir sind hier immerhin in Hohenlohe-Franken!) wird in einer großen (vorzugsweise beschichteten) Pfanne zerlassen. Die Haferflocken werden flächig draufgestreut. Sobald sich der Butter in die Haferflocken verzogen hat, wird der Zucker genauso großflächig darüber verstreut.

Nun heißt es gut aufpassen und immer wieder umrühren; das Ziel der Aktion ist, den Zucker vollständig karamellisieren zu lassen, ohne dass dabei was anbrennt.

Servieren und Genießen

Der Nussapfelberg wird mit dem Apfelmus zusammen auf einem Teller angerichtet.

Wohl bekomms!

:-)

(Das Haferflocken-Foto ist von den Wikimedia-Commons)

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