Montag, 6. Februar 2012
Gestern haben wir spontan einen kleinen Ausflug ins Ellwanger Wellenbad gemacht.
Kommen wir an, steht ein großer Sprinter vor der Tür. Komisch.
An der Kasse dann “zweimal groß, einmal klein, bitte!”. (Anm. d. Red.: Kinder unter 6 Jahren müssen in Ellwangen keinen Eintritt zahlen).
Sagt die Dame “Zweifuffzich, bitte.”
Sag ich: “Wie nochmal, Zwölffuffzich?” und reich ihr einen Zwanziger.
Sie sagt: “Nein, Zweifuffzich.” Und kommentiert die Rückgabe von ungewohnt viel Geld und meinen fragenden Blick mit “Jubiläum. Geniessen Sie es!”
In der Umkleide war dann seltsamerweise laute Musik zu vernehmen und jemand, der irgendwas von RTL und Pro7 und so in ein Mikrofon genuschelt hat.
Und als wir uns dann unseren Platz gesucht hatten, kam dann endlich die (für uns) erlösende Durchsage: “Herzlichen Glückwunsch zum 30. Geburtstag, Wellenbad Ellwangen!”.
Was ich auch noch nicht wusste: Es gibt tatsächlich Eventagenturen, die sich auf Feten in (Hallen-) Bädern spezialisiert haben. In diesem Fall waren das die h2o fun events aus Neckarwestheim, die das ziemlich gut (wenn auch ein bissel zu laut) gemacht haben. Die haben auch einige Videos auf der Homepage, wie sowas aussieht.
Mit Wellen war dann wegen der Veranstaltung (und wegen dem schwimmenden Hindernisparcours) freilich nix, was mir persönlich auch egal war, denn das große Becken ist mir einfach zu kalt. Da haue ich mich lieber stundenlang ins Dampfbad…
Aber den Kids hat es sehr gut gefallen; alle halbe Stunde ein anderer Wettbewerb “Mädels gegen Jungs”, mal Schlauchbanane fahren, mal Wettwassertreten, dann wurde das Wasser gelb eingefärbt (sieht bei so einem großen Becken irre aus), der Moderator rief “das geht in 6 bis 8 Wochen auch wieder aus den Haaren raus…”
Sowas aber auch, da hat das Wellenbad einmal in dreißig Jahren Jubiläum, und die Strempfers tappen mittenrein…
;-)
Update: Hier gibt es einen Bericht in der Schwäbischen Post.
Freitag, 3. Februar 2012
Neulich habe ich ein Päckchen Kaffee geschenkt bekommen (danke nochmal, Ka-Lu!). Und da war ein Beipackzettel dabei, der das überaus leckere Material (das leider viel zu schnell durch die Jura durchgegangen ist) überaus angemessen beschrieben hat.
Und da war auch folgendes arabisches Sprichwort dabei, welches mir (wie der Kaffee auch schon) sehr gut gefallen hat:
Der Kaffee muss
heiss sein wie die
Küsse eines Mädchens
am ersten Tag, süß
wie die Nächte in
ihren Armen und
schwarz wie die
Flüche der Mutter,
wenn sie es erfährt.
;-)
Sonntag, 29. Januar 2012
Dass die Amis ein “Weltraumwettervorhersagezentrum” haben, wisst ihr ja alle.
Nicht?
WIRKLICH?
Doch, haben die, nämlich hier, unter dem Englischen Namen “Space Weather Prediction Center”.
Und die haben ja vergangene Woche vor erhöhter Sonnenaktivität gewarnt, von wegen das GPS und/oder der Strom und/oder das Handynetz könnten ausfallen. So ging das zumindest durch die Presse.
Was die aber nicht so arg betont haben, ist, dass es in Zeiten erhöhter Sonnenaktivität immer auch zu großartigen Nordlichtern kommt.
Bei Wired kann man sich ein paar wunderbare Exemplare anschauen; schon das erste Foto von einem Adlerförmigen Nordlicht (siehe mein Screenshot) ist absolut irre.
Freitag, 27. Januar 2012
Auf 11k2 habe ich eine Heatmap gefunden, die anzeigt, an welchen Orten die meisten Fotos gemacht werden.
Die sieht so aus:
Heatmap bedeutet in dem Zusammenhang, dass die Stellen, wo viele Fotos gemacht wurden, “heißer” aussehen. Demnach ist also Europa quasi komplett fotografisch dokumentiert, wohingegen es in großen Teilen von Afrika, Australien und dem Norden der Erdkugel zappenduster aussieht.
Wer das Original besichtigen will: Sightmap.com heißt die Seite.
Dort kann man auch noch zusätzliche Details einblenden wie die Orte, an denen am Meisten fotografiert wird (Spoiler: die Top 5 sind Paris, Barcelona, Rom, Istanbul und New York, soviel kann ich ja schon vorab verraten)
Donnerstag, 26. Januar 2012
In jeder halbwegs modernen Haushaltsverdrahtelung gibt es einen FI, einen Fehlerstromschutzschalter. Dessen Aufgabe ist, so schnell wie möglich den Stromkreis zu unterbrechen, sobald ein Fehlerstrom fließt. Von einem Fehlerstrom spricht die Elektrofachkraft, wenn die Elektronen im Stromkreis nicht alle zurückkommen, sondern irgendwo ungeplant abzweigen und woandershin abhauen.
Um nun so einen FI auf korrekte Funktion zu testen, gibt es direkt am Schalter normalerweise eine Taste. Drückt man da drauf, muss die Sicherung sofort rausspringen. Der ambitionierte Installateur hat alternativ auch ein Testgerät, welches aus einer Steckdose nach und nach eine größer werdende Menge Strom abzweigt, bis schließlich der FI auslöst.
Dank unserem Junior kennen wir nun eine weitere Möglichkeit, einen FI zu testen: einfach den Toaster anschmeißen!
Natürlich braucht der Sohn von Welt eine kurze Vorbereitungsphase vor dem Test, um das Gerät mit Hustentee zu fluten, aber das geht sehr schnell und ohne dass die Eltern was merken…
;-)
Sonntag, 22. Januar 2012
Oder: Warum Krankenschwestern selten Pflaster an den Fingern haben.
Momentan sind unsere Kids saisonbedingt ein bissel am Husten und deshalb haben wir einen Verdampfer zum Inhalieren verordnet bekommen. Das Inhalier-Prinzip ist dabei immer recht ähnlich; man füllt das Mundstück mit Wirkstoff und anschließend darf das Kind so lange inhalieren, bis kein Nebel mehr aus dem Mundstück kommt.
Bei unverdünnten Wirkstoffen wird der Wirkstoff tropfenweise dosiert, und weil solch kleine Mengen nicht zum Vernebeln reichen, wird schlicht mit einer isotonischen Kochsalzlösung aufgefüllt.
Nun waren aber gerade die Plastikampullen mit der Kochsalzlösung in der Apotheke alle, deshalb haben wir Glasampullen bekommen. Schließlich kommt es ja auf den Inhalt an und nicht auf die Verpackung (wobei ich auch Leute kenne, die das gaaaanz anders sehen…).
Wir durften also unsere eigenen Erfahrungen mit der sach- und fachgerechten Öffnung von Glasampullen machen…
Also haben wir uns an diverse Klinikaufenthalte zurückerinnert, wie der Profi die Eröffnung von Glasampullen realisiert: Das Krankenhausfachpersonal nimmt so eine Ampulle in die Hand, schnippst ein paarmal gegen den Oberteil, und dann wird der Ampullenhals beherzt in einem Zug abgeknickt.
Was lag also näher, als genau dasselbe zu tun? Und tatsächlich: das funktionierte!
Aber nur manchmal.
Denn manchmal war der Rand der Ampulle super scharfkantig.
Und ein paar Mal ist uns der Deckel in der Hand zerbröselt, was wunderbar schmerzhafte Mikroschnittverletzungen zur Folge hat. Glassplitter, die man nicht mal mehr mit der Pinzette zu fassen bekommt, bohren sich äußerst unschön in die Epidermis; die Rekonvaleszenz zieht sich hin.
Wie machen das die Ärzte und Krankenschwestern, dass sie nicht das ganze Jahr über mit dick verbundenen Händen rumlaufen müssen?!? Da muss doch ein Trick dabei sein!
Also habe ich hier für alle, die es interessiert, die entscheidenden Tipps, wie man Glasampullen ohne Verstümmelungen aufkriegt (siehe dazu mein zweites Bild):
- das Schnippsen bringt gar nix. Das sorgt nur dafür, dass der Inhalt nach unten geht.
- Auf den Ampullenköpfen ist ein farbiger Kreis drauf. Der sollte beim Aufmachen zum Öffnenden hin zeigen.
- Geknickt wird dann der Kopf vom Öffner weg (siehe Pfeil)
- Unterhalb dieses farbigen Kreises (bei unseren NaCl-Ampullen ist der blau) ist das Glas angeritzt — als Sollbruchstelle (im Bild mit Pfeilen markiert, weil nur schwer zu erkennen)
- Am Besten kriegt man den Inhalt bei kleinen Ampullen mit einer Spritze raus; Schütteln bringt kaum was und dauert ewig, weil durch die kleine Öffnung kaum Luft reinkommt.
Schon seit Jahrzehnten wird vor den Gefahren von Monokulturen gewarnt.
Wenn man mit dem Rucksack beispielsweise in Mittelamerika unterwegs ist, schüttelt man als Unwissende(r) nur den Kopf, wie bei Grenzübertritten der Bus mit Gift eingenebelt wird und alle Passagiere mit den Schuhen durch ein Pestizidbad latschen müssen.
Dass ein Krankheitsbefall in den riesigen Plantagen verheerende Auswirkungen haben kann, war mir deshalb natürlich klar, aber so genau wie der Lars Fischer das in den Scilogs erklärt, wusste ich das noch nicht.
Bananenstauden sind nämlich Klone — genetisch identisch zu ihren Eltern. Und deshalb wird jeder Plantagenarbeiter ganz furchtbar aufmerksam, sobald er eine Bananenpflanze sieht, die Unnormalitäten zeigt - alle anderen Pflanzen wären genauso anfällig.
Dem verlinkten Artikel nach ist die Bananensorte, die wir kennen, vom Aussterben bedroht, weil es bislang noch niemand geschafft hat, die seit 2005 von Südostasien und Australien her sich ausbreitende Fusariose aufzuhalten.
Wir werden sehen; bei der Vorgängerbananensorte “Gros Michel” hat es bis zum Aussterben gut vierzig Jahre gedauert.
Donnerstag, 12. Januar 2012
Grade im Radio: irgendeine Bundesbehörde kann sich nicht erklären, warum die Zahl der Organspender im vergangenen Jahr zurückgegangen ist.
Also, ich probier das mal für euch aufzudröseln:
Wenn jetzt da jemand beispielsweise ein Herz spendet, dann wird das ja bei diesem jemand rausgemacht und irgendwo anders wieder reingebastelt.
Und dann sieht die Situation ja so aus:
Derjenige, der das Spenderorgan kriegt, fällt schonmal von der Liste der potentiellen Organspender runter, weil dem macht man ja was raus, was eh nicht mehr tut.
Und der der das Organ gibt, der ist ja auch runter von der Liste, weil der hat ja anschließend nix mehr zu spenden beziehungsweise fällt für zukünftige Spenden üblicherweise flach.
Nun könnte man ja den Empfänger dazu verdonnern, sich mal pro Forma als Organspender zu verdingen, aber das wär ja dann quasi ein Organ aus zweiter Hand und das mögen die Chirurgen wegen der Gebrauchsspuren an den Anschlüssen nicht so gern.
Und deshalb wird die Zahl der Spender mit jeder Spende um wenigstens eins kleiner.
(Wer Ironie findet, darf sie behalten!)
Dienstag, 10. Januar 2012
Die Leute von Zeptolab haben offenbar anlässlich der CES das Ausnahmespiel “Cut The Rope” auf HTML5 portiert.
Somit kann man das Spiel nun mit jedem halbwegs aktuellen Browser zocken; richtig Spaß macht es freilich erst als “echte App” auf einem iPad…
Zum Zocken surft man schlicht zu http://cuttherope.ie.
In den Kommentaren zur zugehörigen Heise-Tickermeldung steht, dass das Spiel nicht mit allen Browsern über alle Level geht; ich habs auf Mac OS X 10.6 mit dem aktuellen Safari (5.1.2), dem Firefox 9 und Chrome Beta (17.irgendwas) zumindest erfolgreich (an-)getestet; der Firefox 10 will dagegen tatsächlich nicht.
Da muss ich wohl doch mal bei Microsoft anfragen, wie ich an einen IE für den Mac komme…
Übrigens ist die HTML5-Variante von Cut The Rope auf einem alten Macbook auch eine klasse Möglichkeit, das System mal wieder ordentlich durchzupusten; so schön schafft es nichtmal Youtube, den Lüfter röhren zu lassen…
Fröhliches Seil abschneiden!
Sowas aber auch!
Es gibt tatsächlich einen Verein, der sich “German Barbecue Association” nennt. Die richten jedes Jahr eine deutsche Meisterschaft aus. Und die für 2012 ist tatsächlich im Landkreis Schwäbisch Hall - nämlich in Schwäbisch Hall selbst, am 5. und am 6. Mai…
Sachen gibt’s…
:-)