Wer auch nur minimalst heimwerkerisch unterwegs ist, kennt sie: Dübel.
Und dann gibt’s auch gute Chancen, dass man schonmal einen Dübel beim Versenken “vergrießgnaddelt” hat, weil beispielsweise der Hammer zu klein war. Das sieht dann vielleicht etwa so aus:
Aber trotzdem kriegt man noch was flach an die Wand geschraubt, wenn man die Situation irgendwie retten kann. Zum Beispiel mit einem Bastelmesser oder einem gut geschärften Stemmeisen den überstehenden Rand abschneiden oder so.
Aber tatsächlich funktioniert dieser Trick hier auch ganz gut (vorausgesetzt, das Loch in der Wand ist tief genug!): Man setze eine Schraube so ein bis drei Umdrehungen weit an. Dann klopfe man auf den Schraubenkopf.
Das müsste (wie gesagt, sofern das Bohrloch tief genug ist) dazu führen, dass der Dübel sich vollends in die Wand verzieht:
Wenn man die Knippse seiner Wahl nimmt, irgendein Automatikprogramm anschmeißt und sich neben einen Bachlauf stellt, dann könnte beispielsweise sowas dabei rauskommen:
Hier hat sich die Elektronik für 1/100 Sekunde Belichtungszeit und komplett offene Blende (bei diesem Objektiv war das f/2.8) entschieden, was man auch an dem relativ schmalen Schärfentiefebereich erkennen kann. Vorder- und Hintergrund saufen etwas in der Unschärfe ab. Das sieht zwar auch nicht ganz daneben aus, aber mit verträumt-weichem Wasser hat das nix zu tun.
Also habe ich für das nächste Foto zwar denselben Automatikmodus verwendet (ich mag ja den “P”), aber ich habe die Blende so weit wie möglich zugeschraubt (f/32). Die Automatik hat dafür eine Belichtungszeit von 1,3 Sekunden berechnet, und damit wird das Wasser auch schon deutlich weicher:
Auf diesem Foto sieht man auch schön den Effekt der geschlossenen Blende. Obwohl ich sonst nichts weiter verstellt habe, ist nun auch das Gras im Vordergrund noch “schön scharf” geworden.
Nicht vergessen darf man dabei, dass ich für diese Fotos in der Dämmerung unterwegs war. In der Mittagssonne wäre da nicht viel weich geworden, weil die Belichtungszeit dann trotz geschlossener Blende immer noch wasweißich 1/250tel oder so gewesen wäre.
So richtig weich wird’s auf jeden Fall erst, wenn man noch länger belichtet. Und an dieser Stelle sind dann typischerweise die Grenzen des Equipments erreicht, denn die Blende noch weiter als “ganz zu” zu machen, geht halt net. Freilich könnte man nun auch noch die ISO so weit wie möglich runterdrehen, und damit würde die Belichtungszeit wahrscheinlich auch noch ein bissel länger. Aber so richtig lang kann man auch dann nur belichten, wenn’s draußen duster wird.
Des Fotografen Lösung für dieses Dilemma heißt “Graufilter” oder “ND-Filter”. Das sind (im Idealfall) ungefärbte (deshalb “Grau-” beziehungsweise “Neutraldichte”) Filter, die man sich aufs Objektiv vorne drauf schraubt und die je nach Ausführung mal weniger und mal mehr abdunkeln.
Ich hab mir vor längerem schon mal einen “ND-8”-Filter zugelegt. Der tut (je nach Interpretation) so, als wäre die Blende nochmal 8 Stufen weiter zugedreht oder als könne man 8x länger belichten. Das ist zwar schonmal nicht schlecht für Langzeitbelichtungen, bringt aber keine dramatischen Unterschiede.
Richtig gut ist für den Zweck aber mein “Variable ND”-Filter. Das ist technisch gesehen eine Kombination aus zwei linearen Polfiltern, die ich gegeneinander verdrehen kann. Ist die Filterrichtung parallel, wirkt das Dingens wie eine Sonnenbrille (und verdoppelt die Belichtungszeit), wenn ich aber die Filterrichtung überkreuze, dann kommt kaum mehr Licht durch. Mit diesem Filter habe ich auch die Sofi neulich geknippst.
Meine ND-Filter passen leider nicht auf meine 90mm-Festbrennweite, deshalb musste ich an dieser Stelle kurz das Objektiv wechseln, was dazu führt, dass die Fotos leider nicht direkt vergleichbar sind.
Für das Bächlein bin ich nun so vorgegangen:
Filter drauf, Licht durchlassen
Fokussieren, dann AF aus (weil der AF geht freilich auch nicht mehr so gut, wenn man abdunkelt)
Kamera auf M
Filter auf “halbzu”
Blende ganz zu (f/32)
Belichtungszeit 15 Sekunden (π-mal-Daumen-Kontrolle über Belichtungsmesser im Sucher)
Und damit sah das Ergebnis so aus:
So gefällt mir das!
Wobei damit auch direkt schon das nächste Ziel klar ist: Offenblende und ND-Filter kombinieren! Damit müsste dann das Gras leicht unscharf werden, was den Blick eher auf den Bachlauf lenkt.
Braucht eigentlich irgendjemand meiner treuen Leser einen Farblaserscanfaxkopierdrucker?
Ich hätte da einen abzugeben, für wenig Geld.
Einen Samsung CLX-4195FW.
Der kann alles Mögliche; zum Beispiel:
Farblaserdrucken in guter Qualität
Scannen
Faxen
Kopieren (incl. Vergrößern und Verkleinern)
sich per Gigabit-LAN, USB, WLAN anschließen lassen und Airprinten (Direktdruck vom Ei-Device)
schick aussehen (ich habe den weißen)
Das Gerät habe ich im Januar 2014 erstanden, es ist also quasi anderthalb Jahre alt.
Zum Verbrauchsmaterial: Bei Tonerdumping.de gibt es das Rainbow-Kit (alle vier) Toner für unter 170€. Die Originaltoner liegen bei zwischen 65€ und 85€ pro Stück, je nachdem wo man einkauft.
Warum ich den abzugeben habe?
Weil er etwas sperrig in der Bedienung ist, weil die Linux-Treiber von Samsung sooo toll sind und weil für unseren Einsatzzweck ein Tintenpisser einfach die bessere Wahl gewesen wäre.
Bei Interesse freue ich mich sehr über Angebote entweder hier als Kommentar oder als eMüll an meine eMüll-Adresse ( Vorname@Nachname.de ).
Heute früh war ja eine deftige teilweise Sonnenfinsternis. Ich habe meinen variablen ND-Filter ganz zu gedreht und auf das gute alte 200er Tele draufgeklebt (mit Tesa), ISO auf 100, Belichtungszeit auf 1/4000 und mit der Blende zwischen 18 und 28 (ganz zu) gespielt.
Das hier sind meine Ergebnisse, geordnet nach Uhrzeit (mit Klick aufs Bild wird’s wie immer größer und schöner). Die Fotos sind bis auf den Zuschnitt weitestgehend unbearbeitet; ich habe lediglich die Sonne ein wenig “eingegelbt”, weil sie durch meinen ND-Filter dann doch eher Grau rauskam.
Um 9:43 Uhr war schon ein wenig zu sehen. Der Mond schleicht sich von oben rechts an die Sonne ran:
9:55 Uhr. Die Spannung steigt.
10:08 Uhr. Es wird! Die Umgebung “ergraut” langsam.
10:18 Uhr. Der Mond wird langsam frech.
10.28 Uhr. Es wird dunkler.
10.30 Uhr. Kurz vor dem Minimum an Sonnenlicht.
10:37 Uhr. Die maximale Bedeckung ist erreicht.
10:42 Uhr. Kühl war’s, aber es wird langsam wärmer.
10:50 Uhr. Der Mond verzieht sich nach links. Oder die Sonne nach rechts?!
Beim Opel Vivaro wird wie bei fast allen halbwegs modernen Autos per Seilzug geschaltet. Das heißt, vom Schalthebel geht einer oder mehrere Bowdenzüge in Richtung Getriebe. So eine Konstruktion ist dank teflonbeschichteten Tüllen und aktueller Fertigungstechnik üblicherweise weitestgehend wartungsfrei.
Aber.
Es gibt Ausnahmen, und der Vivaro ist so eine, wie ich seit vorgestern weiß.
Weil da ist es so, dass das eine Ende des Zuges ein Kunststoffteil ist, welches auf eine Metallkugel aufgeklippst wird. Sowas hier:
Das ist grob die Konstruktion, welche sich getriebeseitig findet. Am Getriebe ist ein Hebel, auf dem Hebel drauf ist das Kugelköpfchen und da wird das Kunststoffteil mit dem Zug dran unter Anwendung von mehr oder weniger Gewalt draufgeklippst.
Wenn nun das Kunststoffteil wegen ruppiger Fahrer oder vieler Schaltvorgänge irgendwann mal seine ursprünglichen Maße nicht mehr hat (und das ist bei Kunststoff nunmal einfach so, sobald irgendwelche Kräfte darauf wirken), dann kann es auch mal passieren, dass das Kunststoffteil von dem Kugelköpfchen runter hüpft.
Und dann steht man da und der Schalthebel ist nur noch Deko …
Ich hab als Abhilfe nun aus Blech und ein paar Flügelmuttern und ein paar 5er Schrauben eine kleine Klammer gebastelt (bis der neue Zug eingebaut wird). Von oben sieht mein Teilchen so aus:
Und von schräg unten so:
Die Idee war, dass die Nut (der “Schlitz” in dem Bild) recht stramm um den “Hals” des Kugelköpfchens drumrum passt, das Blech-U das Kunststoffteil umfasst und die Schrauben die Klammer daran hindern, verlustig zu gehen.
In der Theorie müsste das eigentlich reichen, dass da nichts mehr von der Kugel runter hüpfen kann. Von der Seite betrachtet sieht das so aus:
Ich hätte ja gerne Fotos aus dem Motorraum gemacht, aber die Stelle ist (wenn man vor dem Auto steht) auf der rechten Seite dermaßen unter diversen Schläuchen verborgen, dass da fotografisch leider nichts zu machen war.
Heute gibt’s hier ein richtiges Fest an Bildern, für alle meine Leser, die vielleicht ab Montag Urlaub haben und nicht wie ich noch Arbeiten müssen. Da es echt viele Fotos geworden sind, benutze ich heute mal wieder die Weiterlesen-Funktion.
Obacht: diese Bastelei ist etwas aufwendiger! Es sollte deshalb etwas Zeit eingeplant werden!
Dieser Stern ist für ans Fenster hängen gedacht und basiert auf fünfeckigem Papier. Ich habe mir eine Pappschablone von einem Fünfeck gemacht, die immer auf das Transparentpapier gelegt und mit einem Bastelmesser ausgesäbelt. An dieser Stelle empfiehlt es sich bereits, sorgfältig zu arbeiten. Je genauer das Pentagon wird, desto schöner wird hinterher der ganze Stern.
Man kann sich diese Schablone mit der üblichen Zirkel-und-Lineal-Methode bauen oder mit der 72-Grad-Methode. Schaut in die Wikipedia, wenn ihr damit nichts anfangen könnt.
Gesehen habe ich die Dinger übrigens beim Fräulein Otten; herzlichen Dank für die Anregung! Ich musste aber UNBEDINGT selber eine Anleitung machen …
:-)
Wir schnitzen uns also mit unserer Schablone erstmal 10 Fünfecke aus. Das kann auch einfarbiges Transparentpapier sein, aber in Bunt wird’s schöner, glaubt mir.
Auf dem ersten Foto sieht man auch schon, wie das Dingens mal zusammen geklebt wird, aber der Reihe nach…
Meine Frau bastelt leidenschaftlich gern. Und wie’s halt so kommt, braucht man dabei öftersmal irgendwo ein Loch drin. Oder eine Kleinigkeit glattgeschliffen. Oder irgendwo eine kleine Ecke weg.
Soll heißen, es gibt Arbeiten, die auch der beste Akkuschrauber wegen “zu fein” nicht mehr hinbekommt, die von Hand aber übelst aufwändig wären. Und an der Stelle springt typischerweise Proxxon ein mit praxisgerechtem, motorisierten Miniaturwerkzeug.
Nun sind meine Proxxon-Sachen inzwischen schon deutlich 20 Jahre alt, und obwohl wir die Geräte nicht allzu heftig benutzt haben, haben sie inzwischen doch so ein paar Macken. Eine der ärgerlichen Macken ist, dass die Kabel nicht mehr so toll waren. Speziell in und kurz nach den Knickschutztüllen war das Kupfer durch.
Bei meinem Feinbohrschleifer hatte ich mir geräteseitig bereits mit einer Lüsterklemme geholfen, aber nun hatten wir den Wackler am vergossenen Stecker, und da war nix mehr mit flicken.
Im Internet habe ich ein paar dubiose Online-Shops gefunden, die Proxxon-Ersatzteile anbieten. Sehr viel seriöser kam mir dann aber doch die Anfrage direkt beim Hersteller vor. Und siehe da: für wenig Geld (< 10€ incl. Porto) hat mir Proxxon zwei neue Spiralkabel geschickt! Sogar die aktuelle, verbesserte Variante mit verstärktem Knickschutz, Verpolschutz aus Metall und neuerem Design!
… war das nicht diese irisch-amerikanische Unsitte, bei der Kinder durch die Straßen ziehen und alle möglichen Leute mit Bonbons bewerfen?
Oder war Halloween das Ding, bei dem die Menschen die klingelnden Kinder mit “Ey Süßes, du kriegst gleich Saures” beschimpfen?
Mal sehen, nach heute Abend weiß ich mehr, denn der Trend hat’s auch nach Kreßberg geschafft.
Auf jeden Fall lautet meine persönliche (übelst schlechte) Eselsbrücke: Den TAg schreibt man mit A, die “BEnd” mit E.
Siehe hierzu und dazu auch die Wikipedia.
Wenn die Sonne zwischen den Baumstämmen durchlinst, macht der Zauberwald seinem Namen alle Ehre:
Ein ganz eigenes Thema zum Fotografieren sind Reflexionen auf Wasser. So langsam muss ich mich glaubich mit den Möglichkeiten der Rohbilddatenverarbeitung anfreunden; auf ein JPEG kriegt man die Dynamik speziell in der Golden Hour einfach nicht drauf.
Wie man sieht, habe ich mich mit Blende und Belichtungszeit auf das Spiegelbild konzentriert. Deshalb ist der Himmel über dem Original auch etwas ausgefressen.
Beim Elektronikversand meines Vertrauens habe ich mir schon vor einiger Zeit ein paar Modell-Hubschrauber mit Infrarotfernsteuerung bestellt. Natürlich erwiesen diese sich - insbesondere in Kinderhand - als nicht sonderlich haltbar, zumal bei dem geringen Preis von unter 20€.
Lange dauerte es nicht, und bei einem war die Steuerstange zum Stabilisator-Rotor hinüber; leider ein recht wichtiges Teil bei Modellhubschraubern mit Koaxialrotor. Beim anderen hat sich ein Zahnrad verflüchtigt. Und beim Dritten war die Steuerstange zwar noch da, aber der Kugelkopf am Stabi ist abgebrochen.
Zeit also, sich mal hinzusetzen, einen der Helis zum Ersatzteillager zu erklären und zu zerlegen.
Mit den Teilen konnte ich die anderen beiden Modellhubschrauber wieder zum Leben erwecken.
Jetzt habe ich noch so ein paar Dinge übrig; braucht jemand was?